Antworten auf Lebensfragen

Heinz Kappes kam durch die AA und EA, sowie seine Sponsorschaft bei Süchtigen und Kranken mit vielen Menschen zusammen, gerade eben jenen, in denen er „die Berufenen zum Reich Gottes” sah.

„Wenn mir aber in meiner persönlichen Entwicklung der Christus Jesus, der immer auf der Seite der schlechten Gesellschaft lebte, wirkte, kämpfte und siegte, zum Vorbild geworden ist – in meiner Fürsorgearbeit, bei meinem damaligen Wunsch, in den Orient zu kommen, und bei dem Auftrag, den die Quäker mir gegeben haben: für Friede zwischen Arabern und Israeli einzutreten, und jetzt – nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – mit dem Wiederaufbau meiner Fürsorgearbeit, und dann vor allen Dingen mit meiner Identifizierung mit den Süchtigen und den Neurotischen – dann tue ich das aus einer immer klarer werdenden Vision heraus: bei den Leidenden ist der Christus und nicht bei den Herrschenden. Durch die Leidenden wird das Reich Gottes geschaffen und nicht durch die Theologie und durch die Religionen, die sich immer wieder in ihrer Geschichte mit der Macht verbündet haben, durch die Mystiker, die ja immer die verfolgten Ketzer geworden sind, und durch die Leidenden, die nun durch die großartige Erleuchtung, die vor allen Dingen bei Bill W. für die Alkoholiker und dem anderen Bill für die emotional Gestörten aufgeleuchtet ist, durch die Erleuchtung berufen werden, so daß sie gar nicht in ihrem Elend zu bleiben brauchen: in dem Elend, das man ihnen ja zur Schuld anrechnete bei den Süchtigen, in dem Elend, in das man nur mit rationalistischen Mitteln und Methoden und letztlich auch mit Medikamenten eingreifen wollte und dabei nie zur Wurzel dieser Erscheinungen kommen konnte, weil man sich nicht identifizieren konnte von innen her, vom Zentralen der leidenden Persönlichkeit her, mit den Symptomen, unter denen das Leiden auftrat.

Und weil man nie diesen Leidenden die Frohe Botschaft geben konnte, daß ihr Leiden einen Sinn hat, und zwar nicht nur für sie zur Befreiung, sondern zur Befreiung der Menschheit, daß die Leidenden, die heute Verhungernden in den Hungergebieten der Erde, daß die Leidenden, die in den Gefängnissen und Zuchthäusern der diktatorischen Staaten sitzen und verderben, daß die Leidenden, die das Gefühl der Freiheit haben und es nie verwirklichen können, die in den Staaten, in denen die Freiheit unterdrückt und verpönt und verfolgt ist, daß die Leidenden die Berufenen zum Reich Gottes sind.

Das sehe ich und ich bin dankbar für diese Sicht, denn diese Sicht gibt meinem Leben einen Abschluß im Licht, und gibt meinen letzten Lebenszeiten noch die Kraft, eine frohe Botschaft zu den Leidenden zu tragen.” (Zitat aus T–0104 — Rückblick, Sinn, Ausblick)

Die Menschen spürten, da war jemand, der sie aus ihrem „eigentlichen” Mensch–Sein heraus verstand, der sich innerlich mit ihnen identifizieren konnte, und der sich dennoch auch „nur” als Mensch unter Menschen verstand. Darum erhielt er neben seiner intensiven Übersetzungs- und Vortragstätigkeit täglich Besuche von Suchenden, Süchtigen und um das Neue Bewußtsein Ringenden. Und eine stehende Redewendung war, wenn jemand nicht mehr ein noch aus wußte: „Geh doch zum Kappes”.

In seinem Wirken als „Seelen–Heilpraktiker” ging es ihm immer darum, den Hilfesuchenden in seiner individuellen Entwicklung anzuregen und zu stützen mit dem Ziel, aus der eigenen Kraft und inneren Gewißheit den persönlichen Lebensweg, so wie ihn jeder Einzelne für sich erfährt, und im Vertrauen auf eine Höhere Macht weiter zu gehen. Er drückte damit seine ganz persönliche Überzeugung aus, die, wie er selbst sagte: „ich allerdings auch erst in einem langen Leben errungen habe”, die aber dennoch bestimmend für sein gesamtes Leben und Wirken war, immer mit der Frage: „Was willst DU aus meinem Leben machen?”.

„Wenn mir Menschen begegnen, muß ich sie immer als Zugewiesene ansehen und immer mir von Dem Einen geschickt – es kommt keiner aus eigener Initiative. Und ich bin dem Betreffenden gegenüber verpflichtet, keine Ansprüche zu stellen, nicht auf Erfolg zu rechnen, denn das ist nicht meine Sache. Ich muß dem Betreffenden gegenüber anonym sein, dann kann ich ihn lieben. Wenn ich nichts von ihm haben will, kann ich ihm alles geben – alles.”

Heinz Kappes sah sich als Vermittler, als Kanal für die Göttliche Liebe und drückt dies in einem wunderbaren Bild aus: „Wenn zu dir jemand kommt und dir alle seine Nöte darstellt und du hörst zu, hörst mit aufgeschlossener Seele zu, dann nimmst du ja diese Schwierigkeiten in dich hinein. Das ist so, wie wenn er dir das Material einer Kerze gibt, den Stoff, aus dem die Kerze gemacht ist – aber nun: der Docht ist notwendig, damit dann aus der Welt des Geistes Licht kommen kann, das dem angegriffenen, leidenden Menschen leuchtet – einleuchtet, ihn erhellt mit Hoffnung, mit Kraft, mit dem Willen, nun diesen Weg zu gehen, also mit Glauben. Und darum, wenn ich jemandem sage, der nicht glauben kann: ‚Sei nur still und öffne dich, ich glaube zunächst in dir’, dann ist das, wie wenn ich den Docht durch sein Material ziehe – mein Glaube ist der Docht. Nicht, daß ich das Licht gebe, aber ich gebe die Möglichkeit, daß das Licht sich nun auf diesen Docht herabsenken kann und ihm einleuchten, so daß er selber den Glauben gewinnt, der durch sein Material den Docht zieht, um das Licht zu tragen und das Krankhafte, Schwierige umzuwandeln in den Stoff, der das Licht trägt und möglich macht.” (Zitat aus T–0004 — Der Zweite Schritt)

Auch war für Heinz Kappes der Kassettenbrief ein sehr wichtiges Mittel geworden, um die Fragen, die er brieflich nicht so ausführlich behandeln konnte, eben durch das gesprochene Wort auf der Kassette zu beantworten, damit dadurch die ganze dynamische Kraft seiner Stimme durch das Hören aufgenommen werden konnte. Auch wurden Gespräche mit Heinz Kappes auf persönliche Bitte aufgezeichnet, um sie zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal auf sich wirken zu lassen oder anderen Hilfesuchenden weiter zu geben.

Die hier vorliegenden Briefe, Gesprächsaufzeichnungen und vor allem die Kassettenbriefe sind solche Antworten auf Fragen Ratsuchender. Es sind Antworten auf die jeweils spezielle Lebenssituation der Fragenden und somit nicht ohne weiteres übertragbar. Die Texte und Kassettenbriefe wurden von den Betreffenden auf Anfrage zur Verfügung gestellt. Um die Anonymität zu wahren, wurde in diesen Texten der Name der Angesprochenen durch ein „X” oder den Anfangsbuchstaben des Namens ersetzt und bei den Tondokumenten Stille eingefügt. Wir bitten um verantwortungsvollen Umgang mit diesen Texten.


Titel
Anlass
Datum
Ort
Form
PDF
MP3
ZIP
Gottverlassenheit und Gottgegenwärtigkeit
Gedanken zu einem Gespräch mit einem Freund
11.04.1968
Karlsruhe
Gedanken
PDF-Symbol
Friede - Die Botschaft der Gottesboten an die Menschheit
Gedanken zu einem Gespräch mit einem Freund
25.12.1968
Karlsruhe
Gedanken
PDF-Symbol
Werdet wie die Kinder - Quasimodo geniti
Anlässlich des Geburtstages eines Freundes
21.04.1969
Karlsruhe
Gedanken
PDF-Symbol
Lautsprecher-Symbol
Disketten-Symbol
Die Geburt des Lichtes und der Sieg des Lichtes
Gedanken zu einem Gespräch mit einem Freund
23.10.1970
Karlsruhe
Gedanken
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Jesus der Christus
Tonbandgespräch bei einem Freund
16.12.1972
Stuttgart
Gespräch
PDF-Symbol
Angst und ihre Überwindung
Kassettenbrief an eine Suchende
21.06.1977
Karlsruhe
Kassettenbrief
PDF-Symbol
Zur Überwindung der Denksucht
durch dynamische Meditation auf dem Weg des Integralen Yoga
Kassettenbrief an einen Freund
23.11.1978
Karlsruhe
Kassettenbrief
Lautsprecher-Symbol
Disketten-Symbol
Über das Seelische zwischen Mann und Frau
01.01.1979
Karlsruhe
Kassettenbrief
PDF-Symbol
Einsamkeit – Selbst - Reinkarnation
Gespräch mit einer Freundin
06.02.1981
Karlsruhe
Gespräch
PDF-Symbol
Über das Problem des Vitalen in der Entwicklung des Menschen
Antwort auf persönliche Fragen
06.04.1981
Karlsruhe
Brief
PDF-Symbol
Die Guru-Bewegung
Heinz wurde gebeten, einiges über die Guru-Bewegung zu sagen, die aus Indien nach dem Westen über Europa hinweg vor allem nach Amerika und Australien strömt
14.01.1982
Stuttgart
Gedanken
PDF-Symbol
Entwicklungspsychologie 1/2
Siebener Rhythmus
Kassettenbrief für einen Freund
22.08.1982
Stuttgart
Kassettenbrief
PDF-Symbol
Entwicklungspsychologie 2/2
Zweiter Kassettenbrief für einen Freund
23.08.1982
Stuttgart
Kassettenbrief
PDF-Symbol
Kapitulation und Glaube
Geburt des neuen Menschen
Gespräch mit einem Freund
30.08.1982
Stuttgart
Gespräch
PDF-Symbol
Einsamkeit - Selbst - Reinkarnation
Gespräch mit einer Suchenden
01.01.1983
Stuttgart
Gespräch
PDF-Symbol
Meditation Kreis und Dreieck
Kassettenbrief für einen Freund
07.02.1983
Stuttgart
Kassettenbrief
PDF-Symbol
Die Mitte - Die Einheit
Gespräch mit einer Suchenden
26.05.1983
Stuttgart
Gespräch
PDF-Symbol
Über Chakren und Heilen
Gespräch mit Freunden
01.07.1983
Karlsruhe
Gespräch
PDF-Symbol
Sinn und Sieg des Leidens - Der leidende Gottesknecht
Nach einem Gespräch mit einem Suchenden
01.09.1983
Karlsruhe
Brief
PDF-Symbol
Lautsprecher-Symbol
Disketten-Symbol
Christus in meinem Leben
Gespräch mit einer Suchenden
28.12.1984
Stuttgart
Gespräch
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Worte an einen schwerkranken Freund
01.01.1985
Karlsruhe
Brief
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Die Seele als Instrument des Selbsts, die Liebe über Animus und Anima
Antwort auf persönliche Fragen einer Suchenden
12.03.1985
Stuttgart
Gespräch
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Ausweg aus dem finsteren Tunnel
Kassettenbrief an eine Ratsuchende
11.05.1985
Stuttgart
Gespräch
PDF-Symbol
Lautsprecher-Symbol
Disketten-Symbol
Christus als geistige Kraft - Reich Gottes sein !
Die innere und die äußere Arbeit
Antwort an einen Freund
13.06.1985
Stuttgart
Kassettenbrief
PDF-Symbol
Innerer Weg
Kassettenbrief zu einem Gespräch mit einer Suchenden
16.09.1985
Stuttgart
Gespräch
PDF-Symbol